Ausschuß - Eine Welt

Konkrete Hilfe die ankommt!

Jubiläum „25 Jahre Zachäus-Haus“

Ein etwas anderer Gottesdienst wurde am 22. September 2019 in der Stiftskirche gefeiert. Anlass war das 25-jährige Bestehen des Zachäus-Hauses in Gitega/Burundi, einem Heim für ca. 100 körperbehinderte Kinder und Jugendliche, das seit seiner Eröffnung am 1. November 1994 von der katholischen Kirchengemeinde Hechingen unterstützt wird.

Die Trommel- und Tanzgruppe Bagoma (sie stammen allesamt aus Uganda) bereicherte den Gottesdienst und die anschließende Ausstellungseröffnung mit Trommeln, Tanz und Gesang. Pfarrer Michael Knaus, Pater Oesterle (der 50 Jahre Missionar im Kongo war) und Diakon Karl Heinz Schäfer feierten den Gottesdienst mit vielen Gemeindemitgliedern und Gästen.

Michael Knaus hatte die bunte katholische, d.h. weltumfassende, Gemeinschaft begrüßt und ganz besonders die Trommelgruppe.

Dr. Karl Heinz Schäfer predigte über Orgel und Trommeln, die hier bei uns und in Afrika zur Freude der Menschen erklingen und zum Lob Gottes. Kritisch hinterfragte er ausgehend von der Aussage Jesu im Evangelium, dass wir nicht Gott und dem Mammon dienen können, unser oft rein ökonomisches Denken, bei dem das Menschliche oft auf der Strecke bleibt.

 

Die anschließende Eröffnung der Ausstellung "Amahoro Burundi" (deutsch: Grüß Gott Burundi) umrahmten die Trommler und Tänzerinnen, die nun voll in ihrem Element waren.

Die 15 Tafeln der SEZ (Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden Württemberg) wurden ergänzt durch vier eigene Tafeln zu Entstehung, Geschichte und Arbeit des Zachäus-Haues und des Ausschusses Mission-Eine Welt.

Bürgermeister Philipp Hahn als Schirmherr der Ausstellung nahm das Jubiläum zum Anlass, dem Ausschuss Mission-Eine Welt Dank zu sagen für die Arbeit für die Kinder und Jugendlichen in Burundi, obwohl das Auswärtige Amt von Reisen nach Burundi abrate. Er übergab eine Erinnerungstafel an Dr. Schäfer, die im Gemeindehaus aufgehängt wird - und in französischer Sprache im Zachäus-Haus in Gitega.

Philipp Keil, der geschäftsführende Vorstand der SEZ, ging darauf ein, dass Burundi und Baden-Württemberg seit über 30 Jahren eine Partnerschaft verbinde. Die ehemals deutsche Kolonie sei heute leider eines der ärmsten Länder der Erde. Er sei jedes Jahr 1-2 Mal in Burundi, er war auch schon im Zachäus-Haus und schwärmte von der Schönheit des Landes. Er dankte für alles Engagement und bat, die Partnerschaft auf Augenhöhe und Herzhöhe weiterzuführen, denn die burundischen Freunde würden uns brauchen. Diakon Schäfer machte zum Schluss noch deutlich, wer den Anstoss für das Zachäus-Haus gegeben hatte, nämlich der Hechinger Weiße Vater Pater Zachäus Knoll, der Jahrzehnte in der Mission in Afrika war und in Burundi begraben ist. Er wies auch auf die beiden Schwestern Sr. Seconde und Sr. Innocente der Bene-Tereziya-Kongregation aus Burundi hin, die derzeit in Freiburg den Sprachkurs machen; sie konnten leider beim Jubiläum nicht dabei sein. Die Schwestern leiten von Anfang an das Haus. Die ehemalige Leiterin und jetzige Generaloberin der Schwestern, Sr. Josephine, konnte aufgrund von Visum-Problemen auch nicht am Jubiläum teilnehmen.

Bei einem Glas Saft konnten die Besucher die Ausstellung anschauen und Burundi-Kaffee kaufen.     

Michael Ziegler