Ausschuß - Eine Welt

Konkrete Hilfe die ankommt!

Unter der Überschrift "Gute Taten brauchen halt Zeit" hat die Hohenzollerische Zeitung am 7.3.2020 über die Verwendung der Spenden aus der Weihnachtsaktion 2018 berichtet. Damals waren 26.700 € gespendet worden. Der Ausschuss Mission-Eine Welt hatte den Betrag aus weiteren Spenden auf 43.000 € erhöht. Das Zachäushaus benötigte nämlich ein Ersatzfahrzeug für den alten, nicht mehr zu reparierenden LKW, um das Jakobusfeld zu bewirtschaften, Möbel aus der Schreinerwerkstatt zum Verkauf auf den Markt zu transportieren und Wasserfässer von den Brunnen zum Haus zu bringen.

Der "Hilferuf" kam im Herbst 2018 gerade rechtzeitig vor der HZ-Aktion in Hechingen an.  

Das gespendete Geld wurde im Frühjahr 2019 nach Burundi überwiesen.  

Diakon Dr. Karl Heinz Schäfer hatte ein Jahr wiederholt bei den Schwestern in Gitega nachgefragt, wie weit denn mit Anschaffung des Lastwagens sei.

Im November 2018 hatte Sr. Josephine bei einem Besuch in Hechingen erzählt, dass der LKW inzwischen von Genua aus verschifft sei und derzeit in der Hafenstadt Daressalam (Tansania) stehe. Sie hatte damals gehofft, dass er Anfang Dezember in Gitega ankommt.

Es dauerte dann aber nochmals drei Monate bis der LKW, ein Mercedes Actros, nach allen Formalitäten Anfang Februar 2020 endlich in Gitega ankam.

Eingekauft wurde er übrigens über eine kirchliche Entwicklungsgesellschaft in Belgien. Dies erschien den Schwestern vertrauenswürdiger und günstiger, als vor Ort in Burundi einen LKW zu kaufen.

Von Vorteil der deutschen Marke ist auch, dass es in Gitega eine offizielle Mercedes-Werkstatt gibt.

Eine tolle Spendenaktion aus dem Hohenzollerischen hat somit seinen guten Abschluss gefunden. 

Danke nochmals allen Spender/innen.  

Ein etwas anderer Gottesdienst wurde am 22. September 2019 in der Stiftskirche gefeiert. Anlass war das 25-jährige Bestehen des Zachäus-Hauses in Gitega/Burundi, einem Heim für ca. 100 körperbehinderte Kinder und Jugendliche, das seit seiner Eröffnung am 1. November 1994 von der katholischen Kirchengemeinde Hechingen unterstützt wird.

Die Trommel- und Tanzgruppe Bagoma (sie stammen allesamt aus Uganda) bereicherte den Gottesdienst und die anschließende Ausstellungseröffnung mit Trommeln, Tanz und Gesang. Pfarrer Michael Knaus, Pater Oesterle (der 50 Jahre Missionar im Kongo war) und Diakon Karl Heinz Schäfer feierten den Gottesdienst mit vielen Gemeindemitgliedern und Gästen.

Michael Knaus hatte die bunte katholische, d.h. weltumfassende, Gemeinschaft begrüßt und ganz besonders die Trommelgruppe.

Dr. Karl Heinz Schäfer predigte über Orgel und Trommeln, die hier bei uns und in Afrika zur Freude der Menschen erklingen und zum Lob Gottes. Kritisch hinterfragte er ausgehend von der Aussage Jesu im Evangelium, dass wir nicht Gott und dem Mammon dienen können, unser oft rein ökonomisches Denken, bei dem das Menschliche oft auf der Strecke bleibt.

 

Die anschließende Eröffnung der Ausstellung "Amahoro Burundi" (deutsch: Grüß Gott Burundi) umrahmten die Trommler und Tänzerinnen, die nun voll in ihrem Element waren.

Die 15 Tafeln der SEZ (Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden Württemberg) wurden ergänzt durch vier eigene Tafeln zu Entstehung, Geschichte und Arbeit des Zachäus-Haues und des Ausschusses Mission-Eine Welt.

Bürgermeister Philipp Hahn als Schirmherr der Ausstellung nahm das Jubiläum zum Anlass, dem Ausschuss Mission-Eine Welt Dank zu sagen für die Arbeit für die Kinder und Jugendlichen in Burundi, obwohl das Auswärtige Amt von Reisen nach Burundi abrate. Er übergab eine Erinnerungstafel an Dr. Schäfer, die im Gemeindehaus aufgehängt wird - und in französischer Sprache im Zachäus-Haus in Gitega.

Philipp Keil, der geschäftsführende Vorstand der SEZ, ging darauf ein, dass Burundi und Baden-Württemberg seit über 30 Jahren eine Partnerschaft verbinde. Die ehemals deutsche Kolonie sei heute leider eines der ärmsten Länder der Erde. Er sei jedes Jahr 1-2 Mal in Burundi, er war auch schon im Zachäus-Haus und schwärmte von der Schönheit des Landes. Er dankte für alles Engagement und bat, die Partnerschaft auf Augenhöhe und Herzhöhe weiterzuführen, denn die burundischen Freunde würden uns brauchen. Diakon Schäfer machte zum Schluss noch deutlich, wer den Anstoss für das Zachäus-Haus gegeben hatte, nämlich der Hechinger Weiße Vater Pater Zachäus Knoll, der Jahrzehnte in der Mission in Afrika war und in Burundi begraben ist. Er wies auch auf die beiden Schwestern Sr. Seconde und Sr. Innocente der Bene-Tereziya-Kongregation aus Burundi hin, die derzeit in Freiburg den Sprachkurs machen; sie konnten leider beim Jubiläum nicht dabei sein. Die Schwestern leiten von Anfang an das Haus. Die ehemalige Leiterin und jetzige Generaloberin der Schwestern, Sr. Josephine, konnte aufgrund von Visum-Problemen auch nicht am Jubiläum teilnehmen.

Bei einem Glas Saft konnten die Besucher die Ausstellung anschauen und Burundi-Kaffee kaufen.     

Michael Ziegler

 

              

 

   

Die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Menschen aus Burundi und Baden-Württemberg bestehen nunmehr seit über 30 Jahren. Begonnen hat dies in den 1980er Jahren mit der Idee einer Parlamentspartnerschaft. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre sind zahlreiche Partnerschaftsinitiativen entstanden, auch das Zachäus-Haus in Gitega/Burundi, welches am 1. November 1994 eröffnet wurde und bereits seit 25 Jahren besteht. Der verstorbene Weiße Vater Pater Zachäus Knoll aus Hechingen hatte die Idee für dieses Haus.

Die kath. Kirchengemeinde und die Stadt Hechingen laden herzlich ein, die Wanderausstellung "Amahoro Burundi" der SEZ (Stiftung Entwicklungszusammenarbeit) ergänzt um Informationen zur Geschichte und der Arbeit des Zachäus-Hauses zu besuchen.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 22. September 2019, um 11.30 Uhr in der Stiftskirche St. Jakobus Hechingen statt, im Anschluss an den Festgottesdienst "25 Jahre Zachäus-Haus", den wir um 10.30 Uhr feiern. 

Programm der Eröffnung:

  • Begrüßung: Stadtpfarrer Michael Knaus
  • Grußworte: Bürgermeister Philipp Hahn / Philipp Keil - Geschäftsführenden Vorstand der SEZ Baden-Württemberg / Diakon Dr. Karl Heinz Schäfer - Ausschuss „Mission-Eine Welt“
  • Musik: Trommler und Tänzer aus Uganda 

 Die Ausstellung ist bis Sonntag, 13. Oktober tagsüber geöffnet; der Eintritt ist frei. 
 Spenden gehen an das Zachäus-Haus.