Luzius-Blog

Aktuelles aus der Kirchengemeinde St. Luzius Hechingen

Besuch im Zachäus – Haus in Burundi

In der zweiten Augusthälfte besuchen zwei Mitglieder des Ausschusses „Mission Eine Welt“ das Zachäus – Haus in Gitega/Burundi: Susanne Fischer und Diakon Dr. Karl Heinz Schäfer. Die Freude war riesengroß, als die Schwestern am 12.August die beiden Abgesandten aus Hechingen in Burundi begrüßen konnten. Fünf Jahre lang war wegen der Unsicherheit in dem afrikanischen Land kein Besuch möglich. Jetzt wurden es  zwei Wochen intensiver Gespräche und Begegnungen mit den Bene – Terezyia – Schwestern, die das Partnerprojekt ja verantworten. Um es vorweg zu sagen: Wir fanden das Heim  in gutem Zustand vor. Das von Hechingen finanzierte Jakobsfeld war vorbildlich mit einer gemischten Gemüsekultur angelegt. Wir konnten uns vor Ort überzeugen: Die regelmäßigen  Spenden aus Hechingen erfüllen voll ihren guten Zweck: den rund 100 körperbehinderten Kindern und Jugendlichen ein behütetes Leben mit Schulbesuch und z.T. Berufsausbildung zu ermöglichen. Neben der Vertiefung der Partnerschaft hatten wir Gelegenheit, ausgiebig am religiösen Leben in Gitega teilzunehmen. Es waren besonders zwei jeweils über 5 Stunden dauernde Gottesdienste, die im Gedächtnis bleiben: Am 15.August (Fest Aufnahme Mariä in den Himmel) feierten wir eine Messe unter freiem Himmel mit, zu der jährlich Zehntausende Gläubige zusammen strömen; ein unglaubliches,ganz anders  Bild aus Afrika, das in den hiesigen  Medien so nie gezeigt wird: friedlich singende und tanzende Menschen um den Altar versammelt. Die zweite Messe am 18.August in der Kathedrale von Gitega war dem Gründungsbischof  der Bene – Terezyia – Schwestern gewidmet (150. Geburtstag). Anwesend war ein Reliquienschrein der heiligen Theresia von Lisieux, der namensgebenden französischen Heiligen des Ordens. 15 junge Ordensfrauen legten feierlich ihre Profess (ewiges Gelübde) ab; weitere 12 feierten ihr Silbernes Profess - Jubiläum. So lebendig begegnete uns  die katholische Kirche in diesem afrikanischen Land. Unsere Verbundenheit zeigten die drei großen Altarkerzen, die wir als Geschenk der Kirchengemeinde St.Luzius mitgebracht hatten und die große Bewunderung auslösten: Sie brannten bei diesem  bedeutendem  Gottesdienst auf dem Altar und bei der Reliquie. In die Heimat nahmen wir mit: die Glaubens- und Lebensfreude der Schwestern, den gegenseitigen Willen, die Partnerschaft fortzuführen, und damit verbunden die Absicht des Ordens, zwei ihrer Schwestern zu uns zu senden.                                       

Diakon Dr. Karl Heinz Schäfer